Saataufbereitung und -konditionierung

Eine wichtige Verfahrensstufe der Ölsaatenverarbeitung ist eine sachgemäße Saataufbereitung. Nur durch sie wird eine optimale Ölausbeute und beste Öl- bzw. Schilfer- oder Schrotqualität erreicht. Unter Saataufbereitung versteht man eine entsprechende mechanische und/oder hydrothermische Aufbereitung der Saat zur Verbesserung der nachfolgenden Ölgewinnung durch mechanische Entölung mittels Schneckenpressen und/oder durch Lösungsmittelextraktion.

Die Saataufbereitung besteht im Wesentlichen aus folgenden Prozessstufen:

Feinreinigung zum Entfernen von unerwünschten Fremdbestandteilen wie Sand, Steine, Zweige u. ä. und von ferromagnetischen Bestandteilen aus der Saat.
   
Schälung Erhöhung der Anlagenkapazität durch Abtrennung der Schalen, Reduzierung des Fasergehaltes und Erhöhung des Proteingehaltes des Schilfers, Verschleißreduzierung der Walzen- und Schneckenteile, durch CPM-Prall- oder -Walzenschäler sowie Schalenseparatoren.
   
Zerkleinerung zur Erzielung bestmöglicher Press- und Extraktionsergebnisse, durch Scherkraftwirkung kommt es zur mechanischen Zerstörung der Zellwände, was zur Verbesserung der nachfolgenden Ölgewinnung führt, durch CPM-Riffel-und/oder -Flockierwalzenmühlen.
   

Konditionierung

hydrothermischer Prozeß zur wesentlichen Verbesserung der Extrahierbarkeit des Öls, durch CPM- Wärmpfannen oder Horizontalkonditionierer.